Erkennungsmerkmale
Grüne Meeresschildkröten lassen sich von der anderen häufigen Schildkrötenart des Roten Meeres (der Karettschildkröte) unterscheiden durch:
- Abgerundete, glatte Panzerkante (Karettschildkröten haben eine gezackte Kante und spitzere Hornschilde).
- Kleiner, runder Kopf mit einem Paar Präfrontalschuppen (Karettschildkröten haben zwei Paare).
- Kurzer, stumpfer Schnabel — sie sind Grasfresser, keine Räuber.
- Eine Kralle an jeder Vorderflosse.
- Panzerlänge erwachsener Tiere 80–150 cm; größer als die meisten Karettschildkröten, denen Sie begegnen werden.
Beste Tauchplätze am Roten Meer
Wann sind sie zu sehen
Ansässige Schildkröten sind ganzjährig sichtbar. Die Nistsaison an ägyptischen Stränden erreicht von Juli bis September ihren Höhepunkt — die Insel Zabargad ist der bedeutendste Niststandort des Roten Meeres, allerdings mit beschränktem Zugang.
Grüne Meeresschildkröten sind das ganze Jahr über präsent — die Sichtungschancen hängen im Wesentlichen vom Wetter ab, nicht von der Saison.
Verhalten
Erwachsene Grüne Meeresschildkröten verbringen ihre Tage damit, Seegras zu weiden und gelegentlich Algen zu fressen. Sie tauchen alle 5 bis 30 Minuten zum Atmen auf, je nach Aktivität — ruhende Tiere können viel länger unten bleiben. Putzstation-Verhalten ist häufig: Eine Schildkröte parkt auf einem Korallenstock und lässt sich von Putzerlippfischen den Panzer und die Flossen reinigen.
Sie sind bemerkenswert tolerant gegenüber Tauchern, wenn man sich ruhig nähert. An vielen Plätzen sind die Tiere so an Menschen gewöhnt, dass sie praktisch gleichgültig reagieren — ein Privileg, keine Aufforderung zur Belästigung.
Schutzstatus
Die Grüne Meeresschildkröte ist von der IUCN als stark gefährdet eingestuft. Populationen im Roten Meer sind betroffen von:
- Bootskollisionen — Verletzungen durch Schiffsschrauben sind leider häufig auf dem Panzer.
- Plastikverschlucken — Plastiktüten ähneln Quallen, einer Beuteart der Jungtiere.
- Störung der Niststrände — Beleuchtung, Fahrzeuge und Bauarbeiten stören brütende Weibchen.
- Beifang in Stellnetzen — im ägyptischen Roten Meer weniger ein Problem als anderswo, aber nicht null.
Verantwortungsvolles Tauchen mit Schildkröten
- Niemals berühren. Verlust der Hautschleimschicht kann Infektionen auslösen.
- Den Aufstieg zur Oberfläche nicht blockieren — Schildkröten atmen Luft, und sie durch das Blockieren des Aufstiegs zu stressen kann sie ertrinken lassen.
- Abstand halten, wenn sie fressen. Eine fressende Schildkröte ist durch Ihre Anwesenheit bereits gestresst; weichen Sie 3 m zurück.
- Lampen nachts in der Nähe bekannter Niststrände aus halten. Taschenlampenstrahlen desorientieren Jungtiere.
- Verletzte oder verfangene Schildkröten an HEPCA (Hurghada Environmental Protection & Conservation Association) melden.
Häufig gestellte Fragen
Verlässliche Plätze sind Marsa Mubarak und Abu Dabbab (vom Ufer aus zugängliche Schildkröten- und Seegrasplätze bei Marsa Alam), Giftun-Lagunen und Sha'ab El Erg in Hurghada, Ras Umm Sid in Sharm El Sheikh (ansässige Putzerstation) und die Hausriffe in Makadi Bay und Sahl Hasheesh.
Grüne Meeresschildkröten sind ganzjährig ansässig, daher hängen Begegnungen im Wesentlichen vom Wetter ab und nicht von der Saison. Die Nistsaison an ägyptischen Stränden erreicht von Juli bis September ihren Höhepunkt, wobei Zabargad-Insel der bedeutendste Niststandort ist (Zugang beschränkt).
Grüne Meeresschildkröten haben einen abgerundeten, glatten Panzerrand, einen kleinen runden Kopf mit kurzem stumpfem Schnabel und ein Paar Präfrontalschuppen. Karettschildkröten haben einen gezackten Panzerrand, zwei Paar Präfrontalschuppen und einen schärferen Hakenschnabel. Erwachsene Grüne Schildkröten sind tendenziell auch größer.
Nein. Berühren beschädigt die schützende Schleimschicht auf Haut und Panzer, was Infektionen verursachen kann. Außerdem kann das Blockieren des Aufstiegs zum Atmen Panik und Ertrinken verursachen. Halten Sie 3 m Abstand, besonders an Putzerstationen und beim Fressen, und lassen Sie die Schildkröte das Tempo der Begegnung bestimmen.
Scientific reference: Wikipedia — Green Sea Turtle