Wo Sie sie sehen
Wann man sie sieht
Juwelen-Fahnenbarsche sind echte Ganzjahresbewohner und keine saisonalen Besucher: Ein gesunder Schwarm hält sein Riffstück in jedem Monat, und es gibt keine bestimmte Jahreszeit, die die Chancen, einen zu finden, verlässlich verbessert. Was sich von Tauchgang zu Tauchgang ändert, ist nicht, ob der Schwarm da ist, sondern wie er sich verhält — Studien aus Eilat berichten, dass die Fische stromaufwärts ihres Korallenunterschlupfs fressen, meist mit dem Kopf in die anströmende Strömung gerichtet, und sich in eine neue Position drehen, wenn die Strömung die Richtung wechselt. Die Fortpflanzung scheint einem eigenen, davon getrennten Rhythmus zu folgen: Das Ablaichen im Roten Meer soll um die Dämmerung stattfinden und in den Wintermonaten, etwa von Dezember bis Februar, seinen Höhepunkt erreichen, doch ist dies nicht als Muster für das gesamte Rote Meer bestätigt.
Ganzjähriger Bewohner Fressen stromaufwärts des Riffs, mit dem Kopf in die Strömung
So erkennen Sie einen Juwelen-Fahnenbarsch
Juwelen-Fahnenbarsche fallen meist schon aus der Ferne auf — die orangegoldene Wolke verrät die Art, noch bevor ein Taucher nahe genug ist, um einzelne Fische zu erkennen —, doch der Schwarm besteht aus zwei sehr unterschiedlich aussehenden Geschlechtern, dazu aus mindestens einem weiteren Rifffisch, der sich regelmäßig darunter mischt. Die wichtigsten Merkmale, auf die man achten sollte:
- Körperform: Ein kleiner, hochrückiger, ovaler Fahnenbarsch mit gegabelter Schwanzflosse, der — sobald man Farbe und Schwarmverhalten berücksichtigt — selten mit etwas anderem verwechselt wird.
- Farbe der Weibchen: Über den größten Teil des Körpers goldorange, mit gelbem Schwanz und einem markanten violetten oder lavendelfarbenen Streifen, der von unterhalb des Auges nach hinten zur Brustflosse verläuft.
- Farbe der Männchen: Größer und auffälliger gefärbt, oft als fuchsia oder purpurrosa beschrieben, aber variabel — die Angaben reichen von Purpurtönen bis zu Rottönen mit gelben oder gelbgrünen Schuppenzentren —, mit einem stark verlängerten dritten Rückenflossenstachel, der hinter der übrigen Flosse herschleppt (bei den Weibchen ist er kürzer), verlängerten oberen und unteren Schwanzflossenlappen und einem roten oder violetten Fleck auf oder nahe der Brustflosse. Die Farbe ändert sich auch mit dem Licht: Rotes Licht wird vom Meerwasser schon in den ersten Metern absorbiert, sodass ein Männchen im natürlichen Licht in der Tiefe, ohne Blitz, viel matter und bräunlicher aussehen kann als unter Kunstlicht.
- Gruppengröße und -struktur: Fast immer in einem gemischten Schwarm zu sehen — viele Weibchen und eine kleinere Zahl größerer Männchen, wobei jedes Männchen innerhalb des Schwarms seinem eigenen Harem vorsteht — und nicht einzeln oder als einfaches Paar.
- Fresshaltung: Schwebt mit dem Körper schräg zur Strömung, das Maul geöffnet, und pickt einzelne Planktonteilchen aus dem Wasser — ein ganz anderer Fressstil als bei einem Fisch, der die Riffoberfläche abweidet.


Ein Hinweis zum Namen. Die Art wurde 1855 von Wilhelm Peters aus Mosambik erstbeschrieben und war in der wissenschaftlichen Literatur lange als Anthias squamipinnis bekannt, bevor sie in die Gattung Pseudanthias umgestellt wurde; Eschmeyer's Catalog of Fishes, WoRMS, FishBase und die IUCN stellen heute die gesamte Gruppe in eine eigene Familie, die Anthiadidae (Fahnenbarsche), getrennt von den eigentlichen Zackenbarschen und Sägebarschen (ältere Bücher führen sie unter den Serranidae) — die Systematik der Rifffische wird selbst bei einer so vertrauten Art immer weiter verfeinert.
Doppelgänger, die man kennen sollte. Ein leicht zu verwechselnder Fisch ist gar kein weiterer Fahnenbarsch. Der Goldene Schleimfisch (Ecsenius midas) ist goldorange, kann seine Farbe rasch an die Fische anpassen, mit denen er schwimmt, und wird oft zusammen mit Juwelen-Fahnenbarschen im Schwarm gesehen, wo er im offenen Wasser über dem Riff Plankton frisst; das wird allgemein als eine Form von Mimikry gedeutet, bei der ein einzelgängerischer Fisch etwas Schutz gewinnen kann, indem er in der Menge untertaucht. Er hat den schlankeren, gestreckteren Körper eines Schleimfisches, einen kleinen schwarzen Fleck nahe dem After und schmale dunkle Säume an der Vorderseite seiner Rückenflosse, doch auf den ersten Blick ist er in einem dichten Schwarm leicht zu übersehen.
Im Roten Meer sind auch weitere Fahnenbarsche verzeichnet, doch keiner bildet die riesigen orangefarbenen Wolken, die für den Juwelen-Fahnenbarsch typisch sind. Der Rotmeer-Fahnenbarsch (Pseudanthias taeniatus) ist ein Beinahe-Endemit des Roten Meeres, meist tiefer an steilen Riffhängen zwischen etwa 20 und 40 m zu finden; die Männchen sind auffallend gebändert und haben einen überwiegend weißen Schwanz, die Weibchen sind schlichter, und die Art erreicht etwa 13 cm. Der Heemstras Fahnenbarsch (Pseudanthias heemstrai), ein weiterer Beinahe-Endemit, der aus dem Golf von Akaba, vor Dahab und vor dem Jemen verzeichnet ist, lebt typischerweise an seewärtigen Riffhängen von etwa 15 m bis in 40 m Tiefe oder mehr, und das Männchen entwickelt ein weißes Band zur Brutzeit; der Rotmeer-Fahnenbarsch wird von der IUCN als nicht gefährdet eingestuft, der Heemstras Fahnenbarsch wurde dagegen nicht bewertet. Davon unabhängig ist auch der Name Pseudanthias squamipinnis selbst über sein riesiges indopazifisches Verbreitungsgebiet hinweg im Fluss: Die Art wurde aus Mosambik beschrieben, und Eschmeyer's Catalog of Fishes beschränkt sie inzwischen auf das Rote Meer und den westlichen Indischen Ozean und behandelt die pazifischen Populationen als eigene Arten (P. cheirospilos von Indonesien quer durch den westlichen Pazifik und P. nobilis in Japan), obwohl FishBase, WoRMS und die IUCN weiterhin den weiter gefassten Artbegriff verwenden. Die Frage berührt nicht, wie der Fisch im Roten Meer bestimmt wird, dessen Fische den ursprünglichen Namen tragen.
Haremsgruppen und der eingebaute Geschlechtswechsel des Riffs
Ein Schwarm des Juwelen-Fahnenbarsches ist keine zufällige Menge — große Schwärme setzen sich aus Haremsgruppen zusammen, von denen jede um ein dominantes Männchen und in der Regel etwa fünf bis zehn Weibchen aufgebaut ist (veröffentlichte Angaben reichen von etwa zwei bis zwölf), sodass eine große Ansammlung mehrere Haremsgruppen und mehrere Männchen umfasst. Das Männchen patrouilliert und verteidigt sein Riffstück, vertreibt rivalisierende Männchen und umwirbt die Weibchen in seinem Revier, während jeder Fisch im Harem, auch das Männchen, zunächst als Weibchen herangereift ist.
Dieser letzte Punkt ist der am besten erforschte Teil der Biologie der Art. Juwelen-Fahnenbarsche sind protogyne Hermaphroditen: Jedes Tier reift zunächst als Weibchen heran, und der Wechsel zum Männchen wird durch soziale Reize ausgelöst, nicht allein durch Alter oder Größe. Solange ein dominantes Männchen anwesend ist, unterdrückt sein Verhalten den Geschlechtswechsel bei den Weibchen in seiner Umgebung. Wird es entfernt oder stirbt es, beginnt in der Regel das größte und dominanteste Weibchen des Harems, sich in ein funktionsfähiges Männchen umzuwandeln — ein Wechsel, der in einem etablierten Harem nur zwei bis vier Wochen dauern kann, in reinen Weibchengruppen aber mehrere Monate (etwa 170 bis 280 Tage) in Anspruch nahm. Der Mechanismus wurde 1970 experimentell an Rotmeer-Fischen nachgewiesen, in einer Studie von Lev Fishelson, die in der Zeitschrift Nature erschien.
Juwelen-Fahnenbarsche sind ebenso Beute, wie sie Jäger von Plankton sind. Eine Erhebung an 29 Riffstandorten von Jordanien bis Dschibuti ergab, dass die Art unter fünfzig gezählten Zierfischarten des Riffs nach Individuenzahl die zweithäufigste war, hinter lediglich dem Grünen Schwalbenschwänzchen, und entlang der jordanischen und ägyptischen Küste die dominierende Art — ein Maß dafür, wie groß ihre Bestände an gesunden Riffen sein können, und ein Hinweis darauf, wie wichtig sie als Nahrungsquelle weiter oben in der Nahrungskette ist. Zackenbarsche sind die am besten dokumentierten Fressfeinde: In einer Studie im Golf von Akaba machten Fische rund 86 Prozent der Nahrung des Korallenbarsches aus, und FishBase nennt den Juwelen-Fahnenbarsch als dessen Hauptbeute. Andere Riffräuber, die kleine Fische jagen, wie Rotfeuerfische und Stachelmakrelen, erbeuten möglicherweise ebenfalls einige, auch wenn dies weit weniger gut dokumentiert ist.
Neuzugänge in einem Schwarm sind nicht zwangsläufig miteinander verwandt. Eine genetische Studie an frisch angesiedelten Jungtieren in großen Sozialgruppen des Juwelen-Fahnenbarsches ergab, dass sie überwiegend keine Geschwister waren, sondern eine Zufallsauswahl der Nachkommen vieler verschiedener Paarungen — vereinbar damit, dass sich die Larven im Plankton gut durchmischen, bevor sie sich ansiedeln.
Ernährung
Juwelen-Fahnenbarsche sind Planktonfresser, die sich fast ausschließlich von Zooplankton ernähren, das sie Tier für Tier aus der Wassersäule picken. Ein fressender Fisch schwebt mit dem Körper schräg zur Strömung und pickt treibendes Zooplankton — darunter Ruderfußkrebse (Copepoden) und andere winzige Krebstiere — heraus, während das Wasser es vorbeiträgt; diese Technik hängt von einem stetigen Nachschub an strömungsgetragener Nahrung ab, weshalb sich die Schwärme so oft überall dort sammeln, wo eine Strömung über einen Riffkamm, eine Wand oder einen Pinnacle streicht.
Anders als viele Rifffische, die eine Planktonkost durch Algen oder vom Korallenriff gepickte benthische Wirbellose ergänzen, fressen Juwelen-Fahnenbarsche nur selten direkt von der Riffoberfläche. Ihre Rolle im Nahrungsnetz des Riffs wirkt in beide Richtungen: Indem ein großer Schwarm Unmengen von Zooplankton aus der Wassersäule entnimmt, kann er dazu beitragen, Nährstoffe aus dem offenen Wasser auf das Riff zu bringen, während die Fische selbst — unter den zahlreichsten Fischen, die bei Erhebungen an Rotmeer-Riffen gezählt wurden — eine wichtige Beute für die oben beschriebenen Räuber sind.
Juwelen-Fahnenbarsche beobachten und fotografieren
Juwelen-Fahnenbarsche sind ein leichtes, dankbares Motiv, sobald man ihre Gewohnheiten versteht, doch ein grobes Vorgehen schickt den ganzen Schwarm binnen Sekunden in Deckung:
- Nähern Sie sich langsam und halten Sie sich niedrig. Ein Schwarm, der einen schnellen Taucher bemerkt, taucht sofort in die Korallen ab; eine langsame Annäherung entlang des Riffs, bei der die Flossenschläge weit von der darunterliegenden Struktur entfernt bleiben, lässt die Fische meist wieder ins Freie zurückkehren.
- Beobachten Sie zunächst aus etwas Abstand. Fahnenbarsche sammeln sich wieder und fächern sich erneut auf, sobald sie einen Taucher für harmlos halten — wer sich zurückhält und den Schwarm sich neu formieren lässt, bekommt meist einen besseren Blick und ein besseres Foto, als wenn er sich für einen näheren Blick heranschiebt.
- Arbeiten Sie mit der Strömung, nicht gegen sie. Da die Fische beim Fressen mit dem Kopf in die Strömung gerichtet schweben, kann man das natürliche Fressverhalten meist mit weniger Störung beobachten und fotografieren, wenn man sich leicht stromabwärts und unterhalb des Schwarms positioniert.
- Nutzen Sie einen Blitz oder ein Videolicht, um die wahren Farben zu sehen. Vor allem die Rosa-, Rot- und Violetttöne der Männchen verblassen ohne Kunstlicht mit der Tiefe rasch — ein Blitz oder Videolicht bringt die echten Farben des Schwarms zurück.
- Achten Sie auf Ihre Tarierung in der Nähe der Korallenköpfe und Pinnacles, um die herum sich die Schwärme verstecken. Genau diese Strukturen leiden unter einem unachtsamen Flossenschlag oder einer Hand, mit der man sich gegen die Strömung abstützt.
Schutzstatus
Der Juwelen-Fahnenbarsch wird auf der Roten Liste der IUCN als nicht gefährdet geführt (zuletzt im März 2015 bewertet und 2016 veröffentlicht, mit stabilem Bestandstrend). Im weiten Sinn, den die IUCN verwendet, ist er eine äußerst weit verbreitete Art im Indowestpazifik, vom Roten Meer und Ostafrika bis nach Japan und Südostaustralien, und die Bestände im Roten Meer werden allgemein als häufig und stabil beschrieben — die oben beschriebene regionale Erhebung ergab, dass er zu den zahlenmäßig dominantesten gezählten Zierfischen des Riffs gehört, was eher auf einen gesunden Bestand als auf eine unter Druck stehende Art hindeutet.
Er wird für den Meerwasseraquarienhandel gefangen, wo ihn seine Farbe und seine überschaubare Erwachsenengröße beliebt gemacht haben, doch das gilt angesichts der Häufigkeit und weiten Verbreitung der Art nicht als Bedrohung für die wilden Bestände. Das deutlichste Risiko für den Juwelen-Fahnenbarsch ist, wie bei fast jedem Rifffisch in diesem Führer, indirekt: Da die Art für Unterschlupf auf lebende Korallenstruktur und für Nahrung auf ein gesundes, strömungsgetragenes Planktonangebot angewiesen ist, nimmt alles, was das Riff selbst schädigt — mechanische Schäden, Verschmutzung oder Korallenbleiche durch sich erwärmendes Wasser —, den Schwärmen die Bedingungen, auf die sie angewiesen sind, auch wenn der Fisch selbst nicht direkt durch Befischung bedroht ist.
Verwandte Rifffische des Roten Meeres
Juwelen-Fahnenbarsche teilen ihr Riff mit mehreren anderen charaktervollen Bewohnern, darunter einigen, die selbst von den Fahnenbarsch-Schwärmen abhängen:
- Korallenbarsch — einer der am besten dokumentierten Fressfeinde des Juwelen-Fahnenbarsches, für den der Fahnenbarsch im Golf von Akaba die Hauptbeute ist.
- Rotfeuerfisch — ein Lauerjäger auf kleine Rifffische, der dieselben Riffe bewohnt.
- Masken-Falterfisch — ein Beinahe-Endemit des Roten Meeres, der dieselben Korallenhänge und Riffplatten teilt.
- Langnasen-Büschelbarsch — ein regungsloser Lauerjäger, der auf derselben Gorgonien- und Korallenstruktur sitzt, um die herum die Fahnenbarsch-Schwärme schweben.
Für das größere Bild dessen, was an einem ägyptischen Riff lebt und wie die Jahreszeiten einen Tauchgang prägen, siehe den vollständigen Leitfaden zum Tauchen im Roten Meer. Um die gesamte Enzyklopädie Art für Art zu durchstöbern, besuchen Sie die Meereslebewesen-Führer des Roten Meeres.
Häufig gestellte Fragen
Es ist fast immer der Juwelen-Fahnenbarsch, Pseudanthias squamipinnis, ein kleiner, planktonfressender Fahnenbarsch, der in dichten, gemischtgeschlechtlichen Schwärmen lebt, die knapp über den Korallen schweben. Einzeln sind die Fische von bescheidener Größe, doch ein gesunder Schwarm kann aus Dutzenden bis Hunderten von Tieren bestehen, und das gemeinsame Schimmern ihrer orangegoldenen Körper gehört zu den unverwechselbarsten Anblicken bei einem Tauchgang im Roten Meer.
Weibchen sind goldorange mit gelbem Schwanz und einem violetten Streifen, der von unterhalb des Auges nach hinten zur Brustflosse verläuft, und werden selten länger als etwa 7 cm. Männchen sind größer, bis zu etwa 15 cm, mit einem stark verlängerten dritten Rückenflossenstachel, verlängerten oberen und unteren Schwanzflossenlappen und einem roten oder violetten Fleck auf oder nahe der Brustflosse; ihre Gesamtfarbe wird oft als fuchsia oder purpurrosa beschrieben, variiert aber von Fisch zu Fisch und von Ort zu Ort, und bei Umgebungslicht in der Tiefe, ohne Blitz, kann ein Männchen erheblich matter und bräunlicher aussehen, da rotes Licht der Teil des Spektrums ist, den das Wasser als Erstes absorbiert.
Ja. Jeder Juwelen-Fahnenbarsch reift zunächst als Weibchen heran, ein Muster, das als protogyner Hermaphroditismus bezeichnet wird. Ein Harem wird von einem einzigen dominanten Männchen angeführt, und seine Anwesenheit unterdrückt aktiv den Geschlechtswechsel bei den Weibchen in seiner Umgebung. Verschwindet es, wandelt sich in der Regel das größte und dominanteste Weibchen der Gruppe in ein voll funktionsfähiges Männchen um — über einen Zeitraum, der von ein paar Wochen bis zu mehreren Monaten reichen kann — und übernimmt dessen Rolle. Der Mechanismus wurde 1970 experimentell an Rotmeer-Fischen nachgewiesen.
Zwischen den Geschlechtern gibt es einen großen Unterschied. Männchen erreichen höchstens etwa 15 cm, Weibchen sind deutlich kleiner und werden nur etwa 7 cm lang.
Sie ernähren sich fast ausschließlich von Zooplankton, schweben dazu im offenen Wasser, mit dem Kopf in die Strömung gerichtet, und picken winzige treibende Tiere einzeln aus der Wassersäule. Sie fressen nur selten direkt von der Riffoberfläche, und ihre enge Bindung an eine starke, nahrungsführende Strömung ist einer der Gründe dafür, dass sich die Schwärme dort sammeln, wo sie es tun.
Nein. Sie sind kleine, harmlose Planktonfresser ohne Gift und ohne aggressives Verhalten gegenüber Tauchern, und beim ersten Anzeichen einer Bedrohung flitzen sie in den Schutz der Korallen. Ihre eigentlichen Fressfeinde sind andere Rifffische, vor allem Zackenbarsche wie der Korallenbarsch, für den der Juwelen-Fahnenbarsch die Hauptbeute ist.
In weiten Teilen des ägyptischen Roten Meeres, überall dort, wo es gesunde Korallen und eine Strömung gibt, die Plankton daran vorbeiträgt — Riffkämme, Korallenpinnacles und strömungsumspülte Wände beherbergen alle Schwärme, und sie sind ganzjährig vorhanden statt in einem saisonalen Zyklus. Geschützte Hausriffe bei Hurghada, Makadi Bay und Sahl Hasheesh beherbergen gut erreichbare Schwärme in Ufernähe, während vorgelagerte, strömungsumspülte Riffe — rund um Sharm el-Sheikh, die Straße von Tiran und Ras Mohammed sowie Hurghadas vorgelagerte Plätze wie Umm Gamar und Erg Abu Ramada — für besonders dichte Fahnenbarsch-Wolken bekannt sind.