Erkennungsmerkmale
Die Riesenmuräne ist unverwechselbar, sobald man weiß, worauf man achten muss:
- Leopardenartiges Fleckenmuster, das zum Schwanz hin verblasst.
- Massiver Kopf mit einer durchgehenden Rücken-/Schwanz-/Afterflosse, die hinter dem Kopf am Körper entlangläuft.
- Geöffneter Kiefer — sieht bedrohlich aus, ist aber einfach ihre Art zu atmen (sie pumpen Wasser durch das Maul über ihre Kiemen, weil typische Kiemendeckel fehlen).
- Tiere im Bereich von 1,5–2,5 m sind im Roten Meer häufig; 3 m lange Exemplare existieren, werden aber selten gesichtet.
Weitere Muränenarten im Roten Meer
Die Riesenmuräne ist das Aushängeschild, aber das Rote Meer beherbergt über ein Dutzend Muränenarten. Häufige Begegnungen:
- Pfeffer-Muräne — klein, dunkel mit feinem Sprenkelmuster, im Korallenschutt.
- Wabenmuräne — markantes schwarzes Sechseckmuster, große Erwachsene.
- Schneeflocken-Muräne — flaches Wasser, heller Körper mit schwarzen Flecken, im Schuttbereich heimisch.
- Geometrische Muräne — dunkler Körper mit gelb umrandeten Rauten, scheu und schön.
- Weißmaul-Muräne — mittelgroß, erkennbar am leuchtend weißen Mundinneren beim Atemvorgang.
Wo sie zu finden sind
Riesenmuränen sind überall. Jeder Korallenstock mit einem geeigneten Loch in 5–30 m ist potenzielles Muränen-Habitat. Besonders verlässliche Plätze:
Verhalten
Muränen sind Lauerjäger. Tagsüber verstecken sie sich in Riffhöhlen mit offenem Maul (zum Atmen) und jagen aktiv in der Nacht. Eines der faszinierendsten dokumentierten Verhaltensweisen im Roten Meer ist die kooperative Jagd mit Zackenbarschen: Der Zackenbarsch signalisiert der Muräne (ja, wirklich), die Muräne treibt Beute aus Riffhöhlen, beide fressen.
Wenn Sie sie in Ruhe lassen, lassen sie Sie in Ruhe. Jeder Bissunfall, von dem ich weiß — und ich habe einige untersucht — beinhaltete einen Taucher, der in oder nahe das Loch griff. Muränen sehen schlecht; sie schlagen aufgrund von Bewegung und Geruch zu. Eine zappelnde Hand am Eingang wird als Nahrung interpretiert.
Foto-Tipps
- Makro- oder Mittelbereichsobjektiv; 60-mm- oder 100-mm-Makro funktioniert hervorragend.
- Ziehen Sie Ihre Blitze zurück — nahes, starkes Licht macht den Kopf flach.
- Warten Sie auf Putzverhalten. Putzerlippfische in einem offenen Maul sind das ikonische Foto.
- Blockieren Sie niemals den Ausgang aus ihrer Höhle. Muränen werden defensiv, wenn sie nicht zurückkönnen.
- Nachttauchgänge produzieren ganz andere Aufnahmen — frei schwimmende Muränen, die im Offenen jagen.
Etikette
- Nicht füttern. Hand-gefütterte Muränen verbinden Taucher mit Nahrung und werden tatsächlich gefährlich.
- Halten Sie mindestens Armlänge Abstand. Ihre Schlagdistanz ist die volle Länge ihres Halses.
- Niemals Hände in Löcher stecken.
- Drängen Sie sie bei Nachttauchgängen nicht in eine Ecke, wenn sie frei schwimmen.
Häufig gestellte Fragen
Riesenmuränen sind nicht aggressiv. Ihr offener Kiefer ist ihre Art zu atmen, keine Drohung. Bisse erfolgen fast ausschließlich, wenn Taucher in Riffhöhlen greifen — Muränen sehen schlecht und schlagen anhand von Geruch und Bewegung auf bewegte Beute ein. Halten Sie Ihre Hände von ihren Spalten fern und Sie sind sicher.
Riesenmuränen sind an allen Riffen des Roten Meeres häufig. Besonders verlässliche Plätze sind die Giftun-Inseln und Carless Reef (Hurghada), Shark Reef und Ras Umm Sid (Sharm El Sheikh), die Frachträume der Thistlegorm und die vom Ufer zugänglichen Hausriffe in Makadi Bay und Sahl Hasheesh.
Riesenmuränen (Gymnothorax javanicus) sind die größte Muränenart und erreichen 3 Meter und über 30 kg. Im Roten Meer sind Tiere von 1,5 bis 2,5 Metern häufig. Seltene Exemplare überschreiten 3 Meter. Weibchen sind in der Regel größer als Männchen.
Ja. Kooperative Jagd zwischen Riesenmuränen und umherziehenden Korallengruppern ist im Roten Meer gut dokumentiert. Der Zackenbarsch signalisiert der Muräne mit einem charakteristischen Kopfschütteln an einem Korallenloch, das Beute enthält, die Muräne treibt die Beute heraus, beide Räuber profitieren. Es ist eines der wenigen Beispiele für interartliche Jagdkooperation bei Fischen.
Scientific reference: Wikipedia — Giant Moray Eel